Kurz gesagt
Die Tarot-Monatslegung betrachtet deine Prioritäten für einen Monat mit sechs Karten. Sie ordnet Grundthema, Möglichkeit, Herausforderung, Gefühle, Arbeit und Rat in eigene Positionen. Du vergleichst die symbolischen Schwerpunkte mit vorhandenen Plänen und entscheidest, welcher Umgang zu deinen Verpflichtungen und Bedürfnissen passt.
Wozu dient eine Tarot-Monatslegung?
Die Tarot-Monatslegung verbindet sechs Karten zu einer bewussten Betrachtung deiner monatlichen Prioritäten. Grundthema, Möglichkeit, Herausforderung, emotionaler Bereich, Arbeit und Rat erhalten jeweils einen eigenen Platz. Du setzt ihre Bedeutungen neben die Pläne und Bedingungen, die du bereits kennst. So lassen sich unterschiedliche Ansprüche an deine Aufmerksamkeit gemeinsam untersuchen.
Die Legung passt zum Beginn eines Monats oder dann, wenn du deine Prioritäten neu sortieren möchtest. Ein bevorstehender, bereits vereinbarter Besuch oder eine veränderte Arbeitsaufgabe gibt ihr einen konkreten Rahmen. Für eine einzelne offene Frage innerhalb dieser Zeit ist die Drei-Karten-Legung oft übersichtlicher. Die Jahreslegung mit dreizehn Karten ordnet dagegen Fragen zu einem längeren Kalenderrahmen.
Die Trennung von Gefühlen und Arbeit macht unterschiedliche Bedürfnisse sichtbar. Freude an gemeinsamen Stunden und der Aufwand ihrer Vorbereitung können gleichzeitig eine Rolle spielen. Du liest deshalb beide Bereiche mit dem Grundthema und dem Rat zusammen. Daraus ergibt sich ein Gesichtspunkt, den du bei deinen tatsächlichen Absprachen berücksichtigen möchtest.
Welche Frage gibt dem Monat einen klaren Schwerpunkt?
Beschreibe, was für den betrachteten Monat bereits feststeht. Ein bekannter Rahmen hilft, eine allgemeine Frage nach deiner Aufmerksamkeit mit dem konkreten Alltag zu verbinden.
- Nenne eine vorhandene Planung. „Wie möchte ich unsere vereinbarten Besuche und meine Arbeitszeiten miteinander abstimmen?“ enthält bekannte Bedingungen. Die Karten können sich auf deren Verhältnis beziehen.
- Frage nach deiner Priorität. Überlege, welchem Bedürfnis oder Vorhaben du bewusst Raum geben möchtest. Damit bekommt die letzte Karte einen Bezug zu deinem eigenen Handeln.
- Lass beide Lebensbereiche zu. Halte einen emotionalen Wunsch und eine praktische Anforderung fest. Nähe, Konzentration und Aufwand können nebeneinander wichtig sein.
- Bewahre den Ausgangspunkt. Schreibe die Frage und die gezogenen Karten auf. Ergänze später konkrete Erfahrungen, damit du deine erste Deutung mit deinem tatsächlichen Umgang vergleichen kannst.
Weitere Fragen sind: „Welche Gewohnheit möchte ich zwischen meinen festen Terminen bewusst erhalten?“ oder „Worauf kommt es mir bei der Verteilung meiner Zeit in diesem Monat an?“. Wähle einen Satz, zu dem du eigene Wünsche und bestehende Verpflichtungen benennen kannst.
Mische das Deck mit diesem Monatsrahmen im Sinn und ziehe sechs Karten. Ordne sie den beiden Reihen zu und decke sie nacheinander auf. Halte zu jeder Position zunächst fest, welche Verbindung zu deiner Ausgangsfrage du prüfen möchtest.
Die sechs Themen und ihre Anordnung
Oben liegen eins, zwei und drei von links nach rechts. Darunter folgen vier, fünf und sechs in derselben Richtung. Die obere Reihe betrachtet den Gesamtzusammenhang, die untere zwei Lebensbereiche und den Rat.
| Nr. | Positionsbezeichnung | Thematischer Schwerpunkt |
|---|---|---|
| 1 | Position: Zeit / Energie | Grundthema für die Betrachtung des Monats |
| 2 | Position: Zeit | Eine Möglichkeit innerhalb der vorhandenen Bedingungen |
| 3 | Position: Zeit | Eine Herausforderung oder Anforderung |
| 4 | Position: Herz / Energie | Gefühle, Beziehungen und eigene Bedürfnisse |
| 5 | Position: Arbeit | Arbeit, Geld und produktive Vorhaben |
| 6 | Position: Zeit / Fuehrung | Rat für deinen Umgang mit diesen Themen |
Der übergreifende Zusammenhang. Die erste Karte gibt eine Überschrift für die folgenden fünf. Möglichkeit und Herausforderung werden darunter miteinander verglichen. Ein freier Zeitraum kann beispielsweise Raum für eine gemeinsame Unternehmung bieten, während deren Vorbereitung zusätzliche Arbeit verlangt.
Die beiden Lebensbereiche. Die vierte Karte betrachtet dein Erleben und deine Beziehungen, die fünfte Arbeit, Gegenwert und Herstellung eines konkreten Ergebnisses. Beschreibe, welche Aufgaben und Wünsche du diesen Bereichen zuordnest. Ein Vorhaben kann beide berühren; dann ist gerade die Verbindung zwischen Freude und Aufwand interessant.
Der Rat im Monatsrahmen. Die sechste Karte regt eine Haltung an, die du an deinen bestehenden Plänen prüfen kannst. Übersetze sie in einen überschaubaren Umgang, etwa eine klare Absprache oder eine bewusst gesetzte Priorität. Alle sechs Positionen bleiben dabei thematische Blickrichtungen auf denselben Zeitraum.
Für deine Notizen kannst du jedem Thema ein eigenes Feld geben. Trage dort einen Zusammenhang mit deiner Planung ein und lasse Platz für eine spätere Beobachtung. So bleiben erster Gedanke und nachträgliche Einschätzung nebeneinander erkennbar.
Wie liest du Möglichkeiten, Anforderungen und Alltag zusammen?
Beginne mit dem Grundthema und verknüpfe anschließend die beiden Reihen. Der Vergleich soll zeigen, wo deine Wünsche und die vorhandenen Verpflichtungen dieselbe Zeit oder Aufmerksamkeit beanspruchen.
Möglichkeit und Herausforderung. Prüfe die zweite und dritte Karte als zwei Gesichtspunkte deines Monatsrahmens. Ein gemeinsames Treffen enthält beispielsweise Zuwendung und organisatorischen Aufwand. Benenne, welche Vorbereitung zu der Möglichkeit gehört und welche Aufgabe du dafür tatsächlich übernehmen möchtest.
Gefühl und praktische Arbeit. Lies vier und fünf nebeneinander, ohne einen Bereich automatisch höher zu gewichten. Ein Wunsch nach Nähe kann genauso konkret sein wie die Zeit für eine konzentrierte Aufgabe. Untersuche, welche Absprachen beide Bedürfnisse berücksichtigen und an welcher Stelle ein Widerspruch offenbleibt.
Der Rat als wiederholbare Haltung. Verbinde die sechste Karte mit einer bestimmten Entscheidung in deinem Alltag. Ein Thema wie Beweglichkeit lässt sich etwa daran prüfen, welche Aufgabe einen festen Termin braucht und welche verschoben werden kann. Beschreibe den Anlass, bei dem du diese Unterscheidung anwenden möchtest.
Gemeinsame und unterschiedliche Kartenfamilien. Kelche betonen Verbundenheit und Empfindungen, Münzen Aufwand und Mittel, Schwerter Gedanken und Sprache, Stäbe Initiative. Bei den 22 Trumpfkarten der Großen Arkana kommen übergreifende Fragen nach Ausgleich oder Veränderung hinzu. Frage jeweils, wie das Thema im benannten Monatsrahmen Gestalt annimmt.
Eine umgekehrte Karte untersuchst du als Verzögerung, nach innen gerichteten Ausdruck, Übermaß oder Mangel in ihrer Position. Vergleiche diese Lesarten mit der Nachbarkarte und dem bekannten Anlass. Beim späteren Rückblick hältst du fest, welche Deutung einen konkreten Bezug hatte und welche du neu bewertest.
Beispiel: Ein Monat mit Familienbesuch und normalen Arbeitstagen
Zwei bereits vereinbarte Besuchswochenenden treffen hier auf fortlaufende Arbeit und den Wunsch nach gemeinsamer Zeit.
Frage: „Wie möchte ich die geplanten Familienbesuche mit meinem Arbeitsalltag und meinen eigenen Bedürfnissen abstimmen?“
| Schwerpunkt | Karte |
|---|---|
| 1. Grundthema | Die Mäßigkeit |
| 2. Möglichkeit | Drei der Kelche |
| 3. Herausforderung | Zehn der Stäbe |
| 4. Emotionaler Bereich | Königin der Kelche |
| 5. Arbeit und produktive Vorhaben | Acht der Münzen |
| 6. Rat | Zwei der Münzen |
Die Mäßigkeit: der übergeordnete Blick. Ausgleich und ein tragfähiges Verhältnis verschiedener Bedürfnisse stehen bei dieser Frage im Mittelpunkt. Betrachte, wie gemeinsame Zeit, Vorbereitung und vorhandene Arbeit nebeneinander Platz finden sollen. Die Mäßigkeit gibt dafür den Maßstab einer abgestimmten Verteilung.
Drei der Kelche: die Möglichkeit. Geteilte Freude und Gemeinschaft passen zu den bereits geplanten Besuchen. Benenne, worauf du dich dabei besonders freust. Diese Qualität hilft zu unterscheiden, welche gemeinsame Aktivität wichtig ist und welche nur zusätzlich auf dem Plan steht.
Zehn der Stäbe: die Herausforderung. Eine angesammelte Last und zu viel allein getragene Verantwortung stehen im Vordergrund. Liste die Vorbereitungen auf, die du übernehmen möchtest, und vergleiche sie mit deiner verfügbaren Zeit. Die Schwierigkeit erhält so einen konkreten Umfang.
Königin der Kelche: der emotionale Bereich. Aufmerksamkeit für Empfindungen schließt deine eigenen Bedürfnisse ein. Prüfe, welche Art von Nähe du dir wünschst und wann du Zeit für dich haben möchtest. Die Karte lenkt auf einen verständlichen Ausdruck dieser beiden Seiten.
Acht der Münzen: die Arbeit. Sorgfältige Ausarbeitung verlangt ungeteilte Aufmerksamkeit für bestimmte Aufgaben. Markiere, welche Tätigkeiten während der normalen Arbeitstage tatsächlich anstehen. Vergleiche ihren Umfang mit den zusätzlichen Vorbereitungen für die Wochenenden.
Zwei der Münzen: der Rat. Bewegliche Einteilung und erkennbare Prioritäten verbinden die Anforderungen. Unterscheide feste Zusagen von Aufgaben, deren Zeitpunkt du noch anpassen kannst. Diese Unterscheidung nimmt sowohl die Gemeinschaft der Kelche als auch den Aufwand der Stäbe auf.
Das gemeinsame Bild. Freude am Besuch und eigene Aufmerksamkeit treffen auf einen begrenzten Arbeitsrahmen. Erstelle für ein Besuchswochenende eine Übersicht, die gemeinsame Zeit, Vorbereitung und bereits gebundene Stunden unterscheidet. Daran lässt sich die beabsichtigte Balance mit den tatsächlichen Zusagen vergleichen.
Öffne für die Monatslegung in der Larisa-App „Legung: Klassisch / Zyklus“ mit sechs Karten. Die Karten können auch umgekehrt erscheinen; die Deutung verbindet die sechs Bereiche mit deiner Frage und einem zusammenfassenden Rat.
Larisas Ansatz
Mit Tarot möchte ich die gegenwärtige Situation, Gefühle und Beziehungsdynamiken über ihre symbolischen Zusammenhänge verständlich machen. Ich betrachte Möglichkeiten, die unter den bestehenden Bedingungen entstehen, und Gesichtspunkte, die bisher wenig Beachtung finden. Darin liegt für mich die Orientierung durch Karten: Sie helfen, die eigenen Umstände aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Mein Anliegen ist, dass du deinen Weg und deine Entscheidungen bewusster einschätzen kannst.
Häufige Fragen
Gehört jede Karte zu einer bestimmten Woche des Monats?
Die sechs Karten tragen unterschiedliche Themen und keine feste Wocheneinteilung. Vergleiche jeden Schwerpunkt mit den Plänen und Verpflichtungen des gewählten Monats. Konkrete Termine stammen aus deinen Vereinbarungen; die Karten ergänzen Fragen zu deinem Umgang damit.
Muss ich die Monatslegung am ersten Tag machen?
Du kannst den Monatsbeginn oder einen anderen passenden Zeitpunkt zur Überprüfung deiner Prioritäten wählen. Notiere, welchen Zeitraum du betrachtest und welche Bedingungen bereits feststehen. Diese Angaben machen den späteren Vergleich mit deinen ersten Gedanken nachvollziehbar.
Wie gehe ich mit einer schweren Herausforderungskarte um?
Benenne das Thema deutlich, etwa Überlastung, Enttäuschung oder Konflikt. Lies es zusammen mit dem Rat und der Möglichkeit, die du tatsächlich prüfen kannst. Halte fest, welche Anforderung im eigenen Kalender oder Alltag einen konkreten Bezug zu dieser Spannung hat.
Worin unterscheidet sich eine Monatslegung von der Jahreslegung?
Die Monatslegung gliedert einen Zeitraum mit sechs Karten nach Themen und Lebensbereichen. Die Jahreslegung nutzt dreizehn Karten: zwölf Kalenderplätze und eine gemeinsame Hauptkarte. Beim Monat steht damit die Verteilung deiner Aufmerksamkeit im Vordergrund, beim Jahr der Vergleich wiederkehrender Fragen über einen längeren Rahmen.
Wie nutze ich meine Notizen am Monatsende?
Stelle deiner ersten Deutung eine tatsächlich erlebte Situation gegenüber. Notiere, welche Verbindung du erkennst, welche Erwartung sich verändert hat und welche Frage offenbleibt. Auch ein Thema, zu dem du keinen passenden Bezug gefunden hast, gehört in diesen Rückblick.
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Die Deutungen von Larisa Tarot dienen der persönlichen Bewusstwerdung, der Selbstreflexion und der Unterhaltung. Sie enthalten keine Gewissheit, keine Garantie für die Zukunft und kein Versprechen eines bestimmten Ergebnisses.
