Kurz gesagt
Die Tarot-Jahreslegung umfasst dreizehn Karten zur Betrachtung deiner Vorhaben und Gewohnheiten. Zwölf Plätze gehören zu den Kalendermonaten Januar bis Dezember, die dreizehnte Karte gibt ein gemeinsames Hauptthema. Du nutzt die Monatskarten als Fragen, zu denen du zurückkehren und deine tatsächlichen Erfahrungen ergänzen kannst.
Was bietet eine Tarot-Jahreslegung mit dreizehn Karten?
Dreizehn Tarotkarten verbinden sich in der Jahreslegung zu einem Hauptthema und zwölf Monatsbetrachtungen. Die Plätze eins bis zwölf sind Januar bis Dezember zugeordnet, Platz dreizehn trägt die gemeinsame Überschrift. Du liest jede Monatskarte als symbolischen Gesichtspunkt deiner ursprünglichen Frage. Daraus entstehen Themen und Entscheidungen, zu denen du im Laufe deiner Jahresbetrachtung zurückkehren kannst.
Ein Jahreswechsel, Geburtstag oder persönlicher Abschluss kann der Anlass sein, eigene Vorhaben neu anzusehen. Entscheidend ist die Frage, die du in diesen größeren Rahmen stellst. Für die genauere Betrachtung eines einzelnen Monats eignet sich die Monatslegung mit sechs Karten. Ein vielschichtiges konkretes Anliegen lässt sich dagegen mit dem Keltischen Kreuz nach Situation, Selbstbild und Umfeld gliedern.
Das gemeinsame Thema verbindet verschiedene Motive: Initiative und Pause werden zu unterschiedlichen Fragen an deine Vorhaben. Stelle deine erste Auslegung später neben tatsächliche Erfahrungen. Die ursprünglichen Karten bleiben bestehen, während sich deine Einschätzung weiterentwickelt.
Welche Frage verbindet die zwölf Monatsplätze?
Gib dem Jahr eine Absicht, die du aus verschiedenen Blickrichtungen betrachten möchtest. Eine Frage nach dem Umgang mit deinen Zusagen trägt weiter als eine Sammlung einzelner Erwartungen an bestimmte Ereignisse.
- Benenne dein Anliegen. „Wie möchte ich meine Vorhaben mit Geduld und einem eigenen Maß gestalten?“ enthält eine Haltung, die alle Monatsplätze aufnehmen können. Die Hauptkarte setzt dazu einen Schwerpunkt.
- Ergänze den vorhandenen Kontext. Halte fest, welche Aufgaben oder Veränderungen bereits zu deinem Alltag gehören. Diese Angaben bilden den Ausgangspunkt für den Vergleich mit den Kartenthemen.
- Richte den Blick auf Entscheidungen. Frage, welche Gewohnheit, Beziehungsgestaltung oder Form der Beteiligung du näher prüfen möchtest. Dabei lässt sich dein eigener Beitrag konkret beschreiben.
- Bewahre die erste Deutung. Notiere Kartenname, Monatsplatz und deine jeweilige Frage. Spätere Erfahrungen bekommen einen eigenen Eintrag mit Datum, damit erkennbar bleibt, wie sich deine Einschätzung entwickelt hat.
Auch „Welche Verpflichtungen möchte ich bewusst weiterführen?“ oder „Was verdient in meinen persönlichen Vorhaben regelmäßig Aufmerksamkeit?“ bietet einen gemeinsamen Rahmen. Wähle die Frage, bei der du an konkrete Aufgaben und selbst gesetzte Maßstäbe anknüpfen kannst.
Mische das Deck und ziehe dreizehn Karten in der vorgesehenen Reihenfolge. Ordne eins bis zwölf den Monaten zu und lege die dreizehnte Karte darüber. Beginne die Deutung bei dieser Hauptkarte und gehe anschließend die Monatsplätze durch.
Die dreizehn Positionen und ihre feste Reihenfolge
Die Hauptkarte mit der Nummer dreizehn liegt oben in der Mitte. Darunter stehen drei Reihen mit jeweils vier Karten: Januar bis April, Mai bis August und September bis Dezember. Innerhalb jeder Reihe läuft die Reihenfolge von links nach rechts.
| Nr. | Positionsbezeichnung | Zugeordneter Schwerpunkt |
|---|---|---|
| 1 | Position: Zeit | Januar |
| 2 | Position: Zeit | Februar |
| 3 | Position: Zeit | März |
| 4 | Position: Zeit | April |
| 5 | Position: Zeit | Mai |
| 6 | Position: Zeit | Juni |
| 7 | Position: Zeit | Juli |
| 8 | Position: Zeit | August |
| 9 | Position: Zeit | September |
| 10 | Position: Zeit | Oktober |
| 11 | Position: Zeit | November |
| 12 | Position: Zeit | Dezember |
| 13 | Position: Zeit | Hauptthema des Jahres |
Die zwölf Monatskarten. Verbinde jedes Motiv mit einer Frage zu deiner Absicht. Auf einem Platz mit einem Thema der Zusammenarbeit kannst du etwa untersuchen, welche Absprachen für dein Vorhaben wichtig sind. Die Monatsnamen dienen als Ordnung für diese Betrachtungen und für spätere eigene Notizen.
Die drei Vierergruppen. Jede Reihe bringt vier unterschiedliche Themen in einen überschaubaren Vergleich. Untersuche etwa, wie Initiative, Rückzug, Genauigkeit und Austausch nebeneinanderstehen. Die Dreiteilung hilft beim Lesen, während jeder einzelne Monatsplatz seine eigene Frage behält.
Die Hauptkarte. Der dreizehnte Platz gibt den anderen zwölf einen gemeinsamen Maßstab. Frage bei jeder Karte, wie ihr Thema zu dieser Überschrift passt oder welche Spannung dazu entsteht. Ein schwieriges Motiv wie Verlust oder Konflikt bleibt dabei ausdrücklich Teil der Betrachtung.
Wie liest du das Jahr, ohne einzelne Karten zu isolieren?
Formuliere zuerst aus der Hauptkarte und deiner Absicht eine kurze Leitfrage. Gehe danach die Monatskarten durch und ergänze jeweils einen konkreten Gesichtspunkt, der diese Frage weiterführt.
Die Reihen vergleichen. Lies zunächst vier Karten zusammen und benenne ihre wichtigsten Unterschiede. Eine Karte der Anfangsfreude neben einer Karte des Durchhaltens fragt nach dem Verhältnis zwischen Interesse und Aufwand. Erkläre den Zusammenhang an einem Vorhaben, das du tatsächlich kennst.
Jeden Monat einzeln würdigen. Schreibe zu jedem Platz einen Kartengedanken und eine Frage auf. Halte beides so konkret, dass du später einen Bezug zu einer Handlung oder Entscheidung herstellen kannst. Ein allgemeines Wort wie Freiheit wird beispielsweise zur Frage, über welche Zeit du selbst bestimmen möchtest.
Wiederkehrende Themen untersuchen. Mehrere Karten derselben Familie betonen einen Bereich: Münzen Mittel und Arbeit, Kelche Verbundenheit, Schwerter Verständigung und Stäbe Initiative. Verschiedene Hofkarten stellen unterschiedliche Haltungen gegenüber. Frage, an welchen Stellen etwa geduldiges Vorgehen, Neugier oder klare Sprache für dein Anliegen wichtig sind.
Übergeordnete Motive einordnen. Zu den Großen Arkana gehören die 22 Trumpfkarten des Decks. Ihre umfassenden Themen wie Verantwortung, Abschied oder Ausgleich werden durch die Monatsfrage und die Hauptkarte konkret. Die Bedeutung einer kleineren Alltagsszene bleibt daneben ebenso wichtig für den Zusammenhang.
Umkehrungen und Rückblick. Betrachte eine umgekehrte Karte mit ihrem Thema als Verzögerung, inneren Vorgang, Widerstand oder Übermaß. Vergleiche diese Möglichkeiten mit der ursprünglichen Frage und den benachbarten Karten. Wenn du zur Notiz zurückkehrst, ergänze, welche tatsächliche Erfahrung du damit verbindest und welchen Gedanken du inzwischen anders beurteilst.
Bündele die wichtigsten Gegensätze unter deiner Leitfrage. Wähle daraus einen Schritt für deine gegenwärtige Situation.
Beispiel: Eigene Vorhaben mit Geduld und Maß betrachten
Die dreizehn Karten dieses Beispiels verbinden unterschiedliche Formen von Initiative, Austausch und Abschluss mit einem gemeinsamen Thema des geduldigen Umgangs.
Frage: „Wie möchte ich meine selbst gewählten Vorhaben mit Geduld und einem eigenen Maß gestalten?“
| Nr. | Schwerpunkt | Karte |
|---|---|---|
| 1 | Januar | Ass der Münzen |
| 2 | Februar | Zwei der Kelche |
| 3 | März | Sieben der Stäbe |
| 4 | April | Bube der Schwerter |
| 5 | Mai | Drei der Münzen |
| 6 | Juni | Vier der Kelche |
| 7 | Juli | Die Gerechtigkeit |
| 8 | August | Ritter der Stäbe |
| 9 | September | Acht der Münzen |
| 10 | Oktober | Der Tod |
| 11 | November | Der Eremit |
| 12 | Dezember | Zehn der Kelche |
| 13 | Hauptthema | Die Kraft |
Hauptthema: Die Kraft. Geduld und innerer Mut bestimmen die gemeinsame Betrachtung. Verbinde sie mit der Frage, wie du deinen eigenen Wünschen und Grenzen begegnest, wenn ein Vorhaben Aufwand oder Widerstand enthält. Die Kraft stellt dafür einen beständigen, bewussten Umgang in den Mittelpunkt.
Januar: Ass der Münzen. Ein greifbarer Anfang verlangt einen passenden Rahmen und vorhandene Mittel. Welche kleine Aufgabe kannst du mit dem beginnen, was dir tatsächlich zur Verfügung steht?
Februar: Zwei der Kelche. Gegenseitigkeit und ein Austausch auf Augenhöhe ergänzen die eigene Initiative. Welche Absprache möchtest du mit einer beteiligten Person klarer formulieren, damit beide Beiträge erkennbar bleiben?
März: Sieben der Stäbe. Standhaftigkeit und die Verteidigung einer Position fragen nach deinem Einsatz. Welchen selbst gewählten Schwerpunkt möchtest du bewahren, wenn mehrere Ansprüche dieselbe Zeit benötigen?
April: Bube der Schwerter. Neugier und genaue Fragen setzen einen anderen Akzent als das Behaupten einer Position. Welche Information fehlt dir zu einem Vorhaben, und mit welcher konkreten Frage kannst du sie ermitteln?
Mai: Drei der Münzen. Unterschiedliche Fähigkeiten tragen zu einer gemeinsamen Arbeit bei. Benenne, welchen Beitrag du selbst anbieten möchtest und welche Abstimmung dafür bereits besteht oder noch gebraucht wird.
Juni: Vier der Kelche. Überdruss und emotionaler Rückzug lenken auf etwas, das kaum noch Interesse weckt. Was langweilt dich an einer bestehenden Aufgabe, und welches vorhandene Angebot hast du bisher wenig beachtet?
Juli: Die Gerechtigkeit. Fairness und nachvollziehbare Maßstäbe nehmen Aufwand und Verantwortung in den Blick. Prüfe an einer tatsächlichen Vereinbarung, ob du denselben Maßstab an deinen Beitrag und an die Beiträge anderer anlegst.
August: Ritter der Stäbe. Begeisterung und rascher Aufbruch bringen Bewegung in die Betrachtung. Welche Vorbereitung gehört zu einer Idee, bevor du aus dem ersten Impuls eine Zusage machst?
September: Acht der Münzen. Wiederholung und sorgfältige Ausarbeitung richten die Aufmerksamkeit auf das Dranbleiben. Wähle eine bekannte Aufgabe und frage, welche konkrete Verbesserung du durch einen weiteren Arbeitsdurchgang verfolgen möchtest.
Oktober: Der Tod. Abschluss und das Ende einer vertrauten Form gehören ebenfalls zum Umgang mit Vorhaben. Welche Aufgabe oder Gewohnheit betrachtest du als beendet, und was hältst du dennoch weiter offen?
November: Der Eremit. Der bewusste Rückzug gibt einer eigenen Einschätzung Raum. Nimm eine offene Frage aus deinen Notizen und beschreibe, welcher Teil davon deine persönliche Entscheidung verlangt.
Dezember: Zehn der Kelche. Gemeinsam erlebte Freude und Zugehörigkeit rücken den Wert einer Verbindung ins Zentrum. Welche Erfahrung des Miteinanders ist dir wichtig, und wie unterscheidet sie sich von einem bloßen Wunschbild?
Die drei Reihen verbinden. Die erste Reihe stellt einen eigenen Anfang neben Austausch und Standhaftigkeit. In der Mitte trifft gemeinsame Arbeit auf die Prüfung von Interesse, Fairness und Tempo. Die letzte Reihe verbindet beharrliches Arbeiten mit Abschluss: Was verdient weiterhin deine Aufmerksamkeit, und was betrachtest du als beendet?
Ein gegenwärtiger Schritt. Wähle ein Vorhaben aus deinem aktuellen Alltag und notiere dazu einen machbaren nächsten Arbeitsschritt sowie eine Grenze seines Umfangs. Diese eine Notiz bringt das Geduldsthema der Hauptkarte in eine konkrete Form. Ordne die weiteren Monatsfragen daneben als Gesichtspunkte ein, zu denen du später zurückkehren möchtest.
Die Jahreslegung wird in der Larisa-App als „Legung: Klassisch / Zyklus“ mit dreizehn Karten angeboten. Wähle diese Variante für deinen Jahresrahmen; die Deutung liest die zwölf Monatsplätze einzeln und verbindet sie mit der dreizehnten Karte als Hauptthema.
Larisas Ansatz
Mein Anliegen beim Tarot ist ein anderer Blick auf die gegenwärtige Situation und auf Einzelheiten, die bisher übersehen wurden. Symbole helfen mir, bestehende Bedingungen und ihre Möglichkeiten zu betrachten. Erscheint eine harte Karte, untersuche ich zuerst ihre Bedeutung innerhalb der gesamten Legung. Beim Tod nehme ich das Ende eines Abschnitts, Veränderung und das Zurücklassen des Alten in den Blick, statt daraus ein festgeschriebenes Ereignis zu machen.
Häufige Fragen
Zeigt die Jahreslegung Ereignisse für bestimmte Monate?
Die Monatsplätze ordnen symbolische Themen, zu denen du eine eigene Frage festhalten kannst. Lies jede Karte gemeinsam mit der Hauptkarte und dem Anlass deiner Jahresbetrachtung. Beim späteren Rückblick ergänzen tatsächliche Erfahrungen die Notiz; konkrete Termine stammen aus deinen Vereinbarungen und Plänen.
Verschieben sich die Monatsplätze, wenn ich am Geburtstag lege?
Die Zuordnung bleibt Januar bis Dezember, unabhängig vom Tag der Legung. Wenn du mitten im Jahr beginnst, kannst du vergangene Monate rückblickend betrachten und für die übrigen Fragen notieren. Halte das Datum deiner Deutung fest, damit Ausgangspunkt und spätere Ergänzungen unterscheidbar bleiben.
Warum wird die dreizehnte Karte zuerst gedeutet?
Sie gibt den zwölf Monatskarten einen gemeinsamen Bezug. Formuliere ihr Thema als Überschrift und verbinde jeden Monatsplatz mit dieser Frage. Dadurch bleiben die einzelnen Karten Teile einer zusammenhängenden Betrachtung deiner Vorhaben.
Wie gehe ich mit dem Tod auf einem Monatsplatz um?
Der Tod benennt Abschluss, Verlust einer vertrauten Form und grundlegende Veränderung. Frage nach einer Gewohnheit oder einem Abschnitt, den du in diesem Zusammenhang näher betrachten möchtest. Lies das Thema mit der Hauptkarte und den Nachbarplätzen, sodass die Bedeutung in die ganze Betrachtung eingeht.
Muss ich die Jahreslegung jeden Monat wiederholen?
Du kannst zur vorhandenen Karte und deiner ursprünglichen Frage zurückkehren und eine neue Beobachtung ergänzen. Ein konkretes Anliegen, das inzwischen entstanden ist, lässt sich bei Bedarf gesondert betrachten. Die Monatslegung mit sechs Karten bietet dafür verschiedene Lebensbereiche, während die Jahreslegung ihren gemeinsamen Rahmen behält.
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Die Deutungen von Larisa Tarot dienen der persönlichen Bewusstwerdung, der Selbstreflexion und der Unterhaltung. Sie enthalten keine Gewissheit, keine Garantie für die Zukunft und kein Versprechen eines bestimmten Ergebnisses.
