Was ist Tarot und wie liest du die Karten?
Tarot verbindet 78 Bilder mit einer gewachsenen Symbolsprache. Die Karten zeigen Archetypen und alltägliche Erfahrungen: Aufbruch, Entscheidung, Streit, Zusammenarbeit oder einen Abschluss. Du mischst zu einer Frage und legst die Karten in einer bestimmten Ordnung aus. Bild, traditionelle Bedeutung und Position bestimmen gemeinsam die Deutung.
Die Kartensymbolik folgt der Rider–Waite–Smith-Tradition, die Bilder stammen aus Larisas eigenem Deck Larisa. Ihre Deutung verbindet klassische Bedeutungen mit mythologischen, astrologischen und esoterischen Zusammenhängen. Im Mittelpunkt stehen die gegenwärtigen Bedingungen einer Situation und die darin wirksamen Gefühle, Entscheidungen und Muster.
Der Aufbau eines Tarotdecks
Die Große Arkana umfasst 22 Karten vom Narren mit der Zahl 0 bis zur Welt mit der Zahl XXI. Sie beschreibt grundlegende Erfahrungen und Wendepunkte. Wenn mehrere dieser Karten zusammen erscheinen, untersuche die übergreifenden Themen deiner Frage.
Die Kleine Arkana enthält 56 Karten in vier Farben. Jede Farbe hat zehn Karten vom Ass bis zur Zehn und vier Hofkarten: Bube, Ritter, Königin und König. Die Zahlen geben dem Thema eine Entwicklungsstufe; die Hofkarten beschreiben Personentypen, Haltungen und Formen des Umgangs mit dem jeweiligen Bereich.
| Farbe | Element | Themen |
|---|---|---|
| Kelche | Wasser | Gefühle, Beziehungen, Intuition |
| Münzen | Erde | Geld, Arbeit, Körper und greifbare Ergebnisse |
| Schwerter | Luft | Gedanken, Entscheidungen, Konflikte und harte Wahrheiten |
| Stäbe | Feuer | Antrieb, Mut, Kreativität und Handeln |
Vergleiche, welche Farbe in deiner Legung überwiegt. Viele Kelche konzentrieren den Blick auf emotionale Fragen; viele Schwerter auf Denkweisen, Entscheidungen und Auseinandersetzungen. Lies diesen Schwerpunkt mit den einzelnen Positionen und den übrigen Farben zusammen.
Eine Kartenbedeutung praktisch verwenden
- Das Grundthema erkennen. Beginne mit der kurzen Bedeutung und benenne den zentralen Gedanken der Karte in eigenen Worten.
- Den Lebensbereich bestimmen. Liebe, Arbeit, Geld und Stimmung geben derselben Karte unterschiedliche Bezüge. Bei einer Beziehungsfrage betrachtest du etwa die Liebenden als Entscheidung und Verbindung; die Zwei der Kelche lenken den Blick stärker auf Begegnung und Gegenseitigkeit.
- Die Ausrichtung lesen. Bei einer umgekehrten Karte untersuchst du Verzögerung, Rückzug, Übermaß, Mangel oder Schatten. Die Frage und der Zusammenhang der Legung bestimmen, welche Ausprägung im Vordergrund steht.
- Die Nachbarn vergleichen. Frage, ob sie ein Thema verstärken, ihm widersprechen oder eine weitere Seite hinzufügen. Gemeinsam ergeben sie den Zusammenhang deiner Deutung.
- Die Bildsymbole betrachten. Figuren, Farben und Gegenstände geben dem Kartenthema eine konkrete Form. Beschreibe, was du siehst, und verbinde die Beobachtung mit der gelernten Bedeutung.
Häufige Fragen zu Tarotkarten
Wie viele Karten hat ein Tarotdeck?
Ein übliches Tarotdeck besteht aus 78 Karten: 22 der Großen und 56 der Kleinen Arkana. Die vier Farben enthalten jeweils zehn Karten vom Ass bis zur Zehn und vier Hofkarten. Rider–Waite–Smith und die daran orientierten Decks verwenden diesen Aufbau. Auch das Larisa-Deck folgt dieser Struktur.
Wie lerne ich die Tarot-Bedeutungen?
Larisas erste Empfehlung für Anfänger lautet, die Karten kennenzulernen. Achte auf Symbole, Farben, Figuren und das erste Gefühl, das ein Bild auslöst. Lerne zugleich die Bedeutungen aus Büchern und gib deiner Intuition Raum. Eine Tageskarte mit kurzen Notizen verbindet Bildbetrachtung und Bedeutungswissen in einer regelmäßigen Übung.
Was bedeutet eine umgekehrte Karte?
Sie wird über deine Frage, ihre Position und die Nachbarn gelesen. Ein Thema erscheint dabei etwa verzögert, nach innen gewendet, übermäßig oder in seiner Schattenseite. Larisa deutet eine Umkehrung nach der jeweiligen Situation. Untersuche daher den konkreten Zusammenhang, statt jeder umgekehrten Karte nur ein negatives Stichwort zuzuordnen.
Wofür steht die Karte Der Tod?
Der Tod beschreibt einen Abschluss, Verwandlung und das Zurücklassen des Alten. Dazu gehören Trauer um das Beendete und die Auseinandersetzung mit einem endgültigen Schnitt. Larisa liest die Karte über diese symbolischen Themen. Der Turm beschreibt Erschütterung und Zusammenbruch, der Teufel Abhängigkeit, Fixierung, ungesunde Bindungen und Kontrolle; betrachte jedes dieser Themen vollständig in seiner Position.
Wie lese ich Tarot bei einer Ja-Nein-Frage?
Untersuche die Tendenz zu „Ja“, „Nein“ oder „noch nicht“ und ihren Grund. Die Karte bringt ein Hindernis, eine Öffnung oder eine Entscheidung ins Bild. Verbinde diese Richtung mit einer offenen Frage wie „Was verlangt meine Aufmerksamkeit?“ Die Ratgeber zeigen, wie du diese Verbindung an einer Beispiellegung aufbaust.
Kann ich für mich selbst Tarot legen?
Ja. Stelle eine klare Frage und notiere die Karten mit ihren Positionen und deiner Deutung. Betrachte deine Notizen später erneut und untersuche, wo Gefühle deine erste Lesart geprägt haben. Larisas Empfehlung, dieselbe Frage nicht immer wieder bis zur gewünschten Antwort zu legen, gilt auch für diesen Einstieg.
Ein guter Anfang mit deinem Deck
Wähle eine gezogene Karte und verbinde Grundbedeutung, Bild und Lebensbereich deiner Frage. Die Tarot-Ratgeber führen vom Deckaufbau zum vollständigen Beispiel einer Legung. Im Glossar klärst du Begriffe wie Arkana, Hofkarte und Kartenposition. Die Reise des Narren verbindet schließlich die Große Arkana zu einer größeren Geschichte, während Kartenkombinationen den Blick auf deine konkrete Auslage vertiefen.
