Kurz gesagt
Das Katina-Kreuz untersucht ein vielschichtiges Anliegen mit zehn Karten. Um die Mitte liegen vergangene und mögliche weitere Einflüsse, bewusst Wahrgenommenes, ein übergeordnetes Thema und wenig benanntes Erleben. Die untere Reihe ergänzt deine Haltung, das Umfeld, Hoffnung oder Befürchtung und ein mögliches Ergebnis.
Wann hilft das Katina-Kreuz bei einer Frage?
Das Katina-Kreuz verbindet zehn Karten zu einer Betrachtung von Beziehungen, eigenen Haltungen und äußeren Einflüssen. Die Mitte trägt das Kernthema; links und rechts stehen Vergangenheit und mögliche weitere Entwicklung. Darüber und darunter werden bewusst Wahrgenommenes, ein übergeordnetes Thema und wenig benanntes Erleben untersucht. Vier zusätzliche Plätze betrachten deine Haltung, das Umfeld, Hoffnung oder Befürchtung und ein mögliches Ergebnis.
Diese Gliederung passt, wenn mehrere Ebenen eines Anliegens ineinandergreifen. Eine wiederkehrende Rolle im Freundeskreis oder eine schwierige gemeinsame Absprache lässt sich dadurch aus verschiedenen Blickrichtungen betrachten. Für die Gefühlsseiten einer einzelnen Verbindung bietet die Katina-Beziehungslegung sieben gezieltere Positionen. Drei konkrete Möglichkeiten werden dagegen in der Katina-Legung Drei Wege nebeneinandergestellt.
Die besondere Stärke des Kreuzes liegt im Vergleich der bewussten mit der wenig ausgesprochenen Seite. Du kannst einen klar beschriebenen Vorgang neben einen eigenen Wunsch stellen, der darin noch keinen Ausdruck findet. Die obere Karte ergänzt die Werte, die für dich zu diesem Anliegen gehören. So bekommen äußere Abläufe und persönliches Erleben jeweils einen Platz im gleichen Zusammenhang.
Wie grenzt du ein Anliegen für zehn Karten ein?
Beschreibe eine Situation, deren verschiedene Seiten du auseinanderhalten möchtest. Ein wiederkehrender Ablauf innerhalb derselben Gruppe bietet dafür mehr Zusammenhang als mehrere Fragen zu unterschiedlichen Personen.
- Nenne das Kernthema. Halte fest, welcher Vorgang dich gerade beschäftigt. „Ich übernehme bei unseren Plänen regelmäßig die Abstimmung“ beschreibt eine konkrete eigene Rolle.
- Ergänze deinen Anteil. Frage, was du dabei bewusst wählst und welcher Wunsch offenbleibt. Damit haben Haltung und wenig benanntes Erleben einen gemeinsamen Bezug.
- Beschreibe das Umfeld. Notiere, welche Aufgaben, Aussagen oder Bedingungen du tatsächlich kennst. Diese Informationen bilden den Ausgangspunkt für den achten Platz.
- Lass die größere Frage zu. Überlege, welcher Wert mit dem Anlass verbunden ist, etwa Zugehörigkeit oder Verlässlichkeit. Das übergeordnete Thema wird dadurch an deinem eigenen Maßstab lesbar.
Auch „Was möchte ich an meiner Rolle in diesem gemeinsamen Vorhaben genauer verstehen?“ oder „Wie hängen unsere wiederkehrenden Absprachen mit meinen Erwartungen zusammen?“ passt zu dieser Legung. Wähle einen Fragesatz und ergänze einen bekannten Vorgang, auf den du dich beziehen möchtest.
Mische die Katina-Karten mit diesem Anliegen im Sinn und ziehe zehn Karten. Verteile sie nach den Nummern auf Kreuz und untere Reihe. Decke die erste Karte in der Mitte zuerst auf und benutze ihr Thema als Bezug für die folgenden Positionen.
Die zehn Rollen und die Anordnung des Katina-Kreuzes
Eins liegt in der Mitte, zwei links und drei rechts davon. Vier steht über eins, fünf über vier und sechs unter eins; die senkrechte Linie lautet somit fünf, vier, eins, sechs. Unter diesem Kreuz folgt von links nach rechts die gesonderte Reihe sieben, acht, neun, zehn.
| Nr. | Positionsbezeichnung | Aufgabe im Kreuz |
|---|---|---|
| 1 | Position: Quelle | Mitte und Kern des Anliegens |
| 2 | Position: Zeit / Ergebnis | Vergangener Einfluss |
| 3 | Position: Zeit / Energie | Mögliche weiterführende Entwicklung |
| 4 | Position: Botschaft | Bewusst Wahrgenommenes und bereits Benanntes |
| 5 | Position: Botschaft | Spirituelle Richtung und übergeordnetes Thema |
| 6 | Position: Botschaft | Wenig bewusstes, zurückgehaltenes oder unbenanntes Erleben |
| 7 | Position: Selbst | Deine Haltung |
| 8 | Position: Ergebnis | Einfluss des Umfelds |
| 9 | Position: Schatten | Hoffnung oder Befürchtung |
| 10 | Position: Ergebnis | Mögliches Ergebnis der Gesamtbetrachtung |
Die waagerechte Linie. Zwei, eins und drei verbinden einen früheren Einfluss mit dem heutigen Anliegen und seiner weiteren Richtung. Beschreibe, was du aus der Vergangenheit tatsächlich kennst. Vergleiche es mit einer Möglichkeit oder Frage, die unter den gegenwärtigen Bedingungen relevant ist.
Die senkrechte Linie. Fünf, vier, eins und sechs betrachten übergeordneten Wert, bewusste Wahrnehmung, Kern und wenig benanntes Gefühl. Besonders vier und sechs lassen sich als Gegenüberstellung lesen. Ein ausgesprochener Ablauf steht dann neben dem, was du persönlich darin noch nicht ausgedrückt hast.
Die untere Reihe. Sieben und acht trennen deine Haltung von den Bedingungen des Umfelds. Neun nimmt deine Erwartung hinzu, zehn bündelt den Zusammenhang als mögliche Richtung. Die Entwicklungs- und Ergebnisplätze werden unter fortbestehenden Bedingungen gelesen und mit den anderen Rollen verglichen.
Wie verbindest du die Achsen mit der unteren Reihe?
Gib der Mitte eine kurze Überschrift und prüfe jede Kartengruppe an demselben Anliegen. Die Unterschiede zwischen den Rollen bleiben dabei ebenso wichtig wie ihre Gemeinsamkeiten.
Vergangenheit und Richtung verbinden. Frage bei zwei und drei, welcher bekannte Einfluss heute weiterwirkt und welchen neuen Gesichtspunkt du untersuchen möchtest. Eine bestehende Bindung neben einem Zugangsthema kann beispielsweise nach den Bedingungen einer anderen Absprache fragen. Benenne, welche Vereinbarung bereits gilt und was noch geklärt werden müsste.
Wahrnehmung und Empfindung auseinanderhalten. Beschreibe zu vier einen Vorgang oder Wortlaut, den du kennst. Bei sechs notierst du das eigene Gefühl oder Anliegen, das darin noch wenig Raum hatte. Fünf ergänzt den Wert, an dem du beide Gesichtspunkte messen möchtest.
Haltung und Umfeld vergleichen. Ein Personenbild auf Platz sieben wird auf deine Rolle bezogen. Tattaret beschreibt etwa eine häusliche, liebevolle und aufopfernde Frau, die aus guter Absicht gibt und sich Liebe, Einsatz und Verbundenheit zurückwünscht. Platz acht untersucht dagegen die äußeren Bedingungen, unter denen du diese Haltung einbringst.
Erwartungen beim Ergebnis berücksichtigen. Vergleiche neun mit zehn, damit eine Hoffnung oder Befürchtung ihren eigenen Platz behält. Die Wolken auf dem Erwartungsplatz betreffen beispielsweise deine Ungewissheit, während ein Derwisch im Ergebnis Orientierung und überlegtes Zuhören zum Thema macht. Beide erhalten ihren Bezug durch die übrigen Karten.
Mehrere Karten derselben Katina-Gruppe werden nach ihren eigenen Bedeutungen gelesen. Ebenholzrad und Großer Diamant gehören etwa zu den Elementkarten, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte bei Wiederholung und Wert. Eine umgekehrte Karte prüfst du anhand ihrer Rolle und Nachbarn als Verzögerung, Übermaß oder Schattenseite; daraus entwickelst du einen konkreten Punkt für deine nächste Überlegung.
Beispiel: Die Abstimmung im Freundeskreis übernehmen
Dieses Beispiel untersucht die wiederkehrende Organisation gemeinsamer Freizeitpläne und den noch wenig ausgesprochenen Wunsch nach geteilter Verantwortung.
Frage: „Wie möchte ich meine Rolle betrachten, wenn ich bei unseren gemeinsamen Plänen regelmäßig die Abstimmung übernehme?“
| Rolle | Karte |
|---|---|
| 1. Kern des Anliegens | Das Ebenholzrad |
| 2. Vergangener Einfluss | Anker |
| 3. Weiterführende Entwicklung | Der Schlüssel |
| 4. Bewusst Wahrgenommenes | Brief |
| 5. Übergeordnetes Thema | Großer Diamant |
| 6. Wenig benanntes Erleben | Herz |
| 7. Eigene Haltung | Tattaret |
| 8. Umfeld | Gärten |
| 9. Hoffnung oder Befürchtung | Wolken |
| 10. Mögliches Ergebnis | Derwisch |
Ebenholzrad: die Wiederholung. Ein vertrauter Ablauf kehrt zurück. Beschreibe, an welchem Punkt einer Planung du regelmäßig Nachrichten sammelst oder offene Antworten nachfragst.
Anker: die bisherige Bindung. Beständigkeit und das Festhalten an einer Rolle geben der Vergangenheit Gewicht. Prüfe, welche Aufgabe tatsächlich vereinbart wurde und welche sich mit der Zeit als Gewohnheit eingestellt hat.
Schlüssel: die weitere Richtung. Zugang und noch fehlende Voraussetzungen richten den Blick auf eine mögliche andere Absprache. Welche Information oder Zustimmung brauchst du, um die Abstimmung anders zu verteilen?
Brief: das bereits Sichtbare. Nachrichten und konkrete Formulierungen zeigen den bekannten Teil des Austauschs. Halte fest, welche Aufgaben ausdrücklich benannt wurden und wo eine Antwort noch aussteht.
Großer Diamant: der Maßstab. Beständiger Wert und die Anerkennung eines Beitrags bilden das übergeordnete Thema. Benenne, was dir an dieser Gemeinschaft wichtig ist und welchen Umgang mit deinem Einsatz du dir wünschst.
Herz: der eigene Wunsch. Zuneigung und Zugehörigkeit liegen neben der organisatorischen Aufgabe. Beschreibe, welche gemeinsame Erfahrung du suchst und was du selbst davon noch nicht zur Sprache gebracht hast.
Tattaret: deine Haltung. Fürsorglicher Einsatz und der Wunsch nach Gegenseitigkeit passen zur eigenen Rolle. Vergleiche, was du freiwillig gibst und welche konkrete Beteiligung du dir von der Gruppe wünschst. Tattaret nimmt beide Seiten dieser Haltung auf.
Gärten: das Umfeld. Der Freundeskreis und seine tatsächlichen Gewohnheiten bilden den äußeren Rahmen. Untersuche, welche Absprachen bereits gemeinsam getragen werden und welche Organisation bislang bei dir liegt.
Wolken: deine Erwartung. Unklarheit und widersprüchliche Vorstellungen bekommen auf diesem Platz eine persönliche Seite. Notiere, welche Antwort du dir erhoffst und welche Frage zur Aufgabenverteilung tatsächlich noch unbeantwortet ist.
Derwisch: die Gesamtbetrachtung. Ein ruhiger, auf Erfahrung gestützter Blick verbindet die einzelnen Themen. Prüfe, welches Anliegen du aus den bisherigen Begegnungen begründen kannst und was du zunächst erfragen möchtest.
Zusammenführung. Eine beständige Gemeinschaft trifft auf eine eingeübte eigene Rolle und den Wunsch nach Anerkennung und Beteiligung. Bereite für die nächste gemeinsame Planung eine kurze Aufteilung vor, die deinen Beitrag und eine noch zu vergebende Aufgabe ausdrücklich unterscheidet. Damit bekommt die mögliche Klärung aus dem Schlüssel einen konkreten Gegenstand.
Das Katina-Kreuz mit zehn Karten öffnest du in der Larisa-App unter „Legung: Katina“. Du kannst deine Frage in bis zu 600 Zeichen ergänzen; die Deutung verbindet die Mitte und beide Achsen mit den vier Rollen der unteren Reihe.
Larisas Ansatz
Beim Deuten berücksichtige ich neben den klassischen Bedeutungen auch mythologische, astrologische und esoterische Symbole. Mein Wissen und meine Erfahrung verbinde ich dabei mit Intuition, um die Dynamik hinter einer sichtbaren Situation zu verstehen. Katina hat für mich einen besonderen Schwerpunkt bei Beziehungen. Ich betrachte deshalb Perspektiven, Gefühle, Absichten und unausgesprochene Themen gemeinsam und frage nach dem Zusammenhang, der eine Verbindung an ihren heutigen Punkt gebracht hat.
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich das Katina-Kreuz vom Keltischen Kreuz?
Beide Legungen verwenden zehn Karten, aber ihre Positionen und ihre Anordnung unterscheiden sich. Beim Katina-Kreuz liegt eine Reihe aus vier Karten unter dem Kreuz; beim Keltischen Kreuz steht eine Säule rechts davon. Auch die bewusst wahrgenommene, die wenig benannte und die übergeordnete Ebene haben im Katina-Kreuz eigene Rollen.
Wie lese ich die fünfte Karte zur spirituellen Richtung?
Beziehe sie auf Werte, Überzeugungen oder wiederkehrende Erfahrungen, die du mit dem Anliegen verbindest. Vergleiche ihr Thema mit der Mitte und deiner Haltung auf Platz sieben. Eine bekannte Regel oder eine bewusst gewählte Verpflichtung gibt dieser übergeordneten Betrachtung einen konkreten Bezug.
Wofür steht Karte acht trotz der Bezeichnung Ergebnis?
Der achte Platz behandelt den Einfluss des Umfelds. Er wird mit vorhandenen Bedingungen, geäußerten Erwartungen und erlebtem Verhalten verglichen. Das mögliche Ergebnis der gesamten Legung gehört zum zehnten Platz; beide Karten erhalten dadurch verschiedene Aufgaben.
Was bedeutet eine schwere Karte auf dem letzten Platz?
Benenne ihr Thema, etwa Konflikt, Verlust oder ein Hindernis, und lies es mit den übrigen neun Rollen. Die Ergebnisposition betrachtet eine mögliche Richtung unter den bestehenden Bedingungen. Frage, wie die Spannung mit der Mitte, dem Umfeld oder deiner Haltung zusammenhängt und welchen Teil du selbst genauer klären möchtest.
Wie gehe ich mit einer umgekehrten Karte unter der Mitte um?
Der sechste Platz betrifft ein Gefühl oder Thema, das du bisher wenig benannt hast. Prüfe die Umkehrung als stockenden, übersteigerten oder nach innen gerichteten Ausdruck der Karte. Vergleiche das mit deinem eigenen Erleben und dem, was du auf Platz vier bereits bewusst beschreiben kannst.
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Die Deutungen von Larisa Tarot dienen der persönlichen Bewusstwerdung, der Selbstreflexion und der Unterhaltung. Sie enthalten keine Gewissheit, keine Garantie für die Zukunft und kein Versprechen eines bestimmten Ergebnisses.
