Tarot-Legesysteme

Tarot-Entscheidungslegung

Kurz gesagt

Die Tarot-Entscheidungslegung vergleicht zwei Möglichkeiten mit sieben Karten. Eine Karte benennt das gemeinsame Entscheidungsthema; je drei weitere betrachten Anfang, Entwicklung und mögliches Ergebnis einer Option. Du stellst die beiden Verläufe deinen Werten, dem nötigen Aufwand und den bekannten Bedingungen gegenüber.

Wofür ist eine Tarot-Entscheidungslegung gedacht?

Die Tarot-Entscheidungslegung ist ein Legesystem mit sieben Karten zum Vergleich zweier klar benannter Möglichkeiten. Über beiden Wegen steht eine Karte für das gemeinsame Entscheidungsthema. Darunter erhält jede Option drei Plätze: Anfang, Entwicklung und mögliches Ergebnis. Du untersuchst damit den Einstieg und den erforderlichen Umgang ebenso wie das Ziel, das dich anzieht.

Das passt zu zwei unterschiedlichen Vorhaben, zwei Formen der Zusammenarbeit oder der Frage, welchem persönlichen Interesse du deine freie Zeit widmen möchtest. Beide Möglichkeiten sollten so konkret sein, dass du ihre Voraussetzungen benennen kannst. Wenn noch unklar ist, worüber du eigentlich entscheiden möchtest, hilft die Drei-Karten-Legung beim Eingrenzen der Situation. Für drei voneinander verschiedene Optionen bietet die Katina-Legung Drei Wege eine eigene Anordnung.

Die besondere Stärke liegt im gleichmäßigen Aufbau beider Reihen. Eine anziehende Ergebniskarte bekommt neben der Entwicklung auch den dafür nötigen Aufwand als Gegenüber. Ebenso lässt sich ein schwieriger Einstieg neben einem Ziel betrachten, das dir wichtig ist. Der Vergleich gewinnt seinen Wert durch diese Unterschiede und durch den Maßstab, den du für deine Wahl setzt.

Wie machst du zwei Möglichkeiten vergleichbar?

Schreibe beide Optionen vor dem Mischen in je einem Satz auf. Ergänze für jede dieselben Arten von Bedingungen, beispielsweise verfügbare Zeit, bestehende Zusagen und die Vorbereitung, die du bereits geleistet hast.

  • Lege die Reihen fest. Bestimme, welche Möglichkeit zur ersten und welche zur zweiten Reihe gehört. Diese Zuordnung bleibt während der gesamten Deutung bestehen.
  • Frage nach dem Unterschied. „Welche Anforderungen und Werte möchte ich bei diesen beiden Wegen gegeneinander abwägen?“ öffnet den Vergleich. Die Antwort kann mehrere Gesichtspunkte enthalten, die du unterschiedlich gewichtest.
  • Benenne deinen Einsatz. Halte fest, was du selbst bei jeder Option übernehmen müsstest. Eine gemeinsame Aktivität enthält andere Absprachen als ein Vorhaben, dessen Ablauf du allein bestimmst.
  • Berücksichtige deine Neigung. Notiere, welche Möglichkeit dich spontan mehr anspricht und weshalb. Dadurch kannst du später erkennen, wo deine Auslegung von dieser Erwartung geprägt ist.

Passende Fragen sind etwa: „Wie unterscheiden sich Einzelarbeit und Mitarbeit in einer Gruppe für mein kreatives Vorhaben?“ oder „Was ist mir bei einem festen Termin gegenüber einer frei eingeteilten Aufgabe wichtiger?“. Wähle eine Formulierung, in der beide Möglichkeiten denselben Stellenwert erhalten.

Denke beim Mischen an diese Gegenüberstellung und ziehe sieben Karten. Die erste legt das gemeinsame Thema fest, die nächsten drei bilden den ersten Weg und die letzten drei den zweiten. Decke jede Reihe in ihrer festgelegten Reihenfolge auf.

Die sieben Positionen: Ein Thema und zwei Reihen

Karte eins liegt oben in der Mitte. Darunter bilden zwei, drei und vier von links nach rechts die erste Option; fünf, sechs und sieben liegen in einer zweiten Reihe darunter. Dadurch stehen Anfang, Entwicklung und Ergebnis beider Wege jeweils untereinander.

Nr. Positionsbezeichnung Rolle im Vergleich
1 Position: Entscheidung Gemeinsames Thema und Maßstab der Wahl
2 Position: Entscheidung / Licht Anfang der ersten Möglichkeit
3 Position: Entscheidung Entwicklung und Anforderungen der ersten Möglichkeit
4 Position: Ergebnis / Entscheidung Mögliches Ergebnis des ersten Weges
5 Position: Entscheidung / Licht Anfang der zweiten Möglichkeit
6 Position: Entscheidung Entwicklung und Anforderungen der zweiten Möglichkeit
7 Position: Ergebnis / Entscheidung Mögliches Ergebnis des zweiten Weges

Das gemeinsame Thema. Karte eins macht einen Wert oder ein Bedürfnis zum Schwerpunkt, etwa Zugehörigkeit, Freiheit oder Verantwortung. Beziehe diesen Maßstab auf beide Möglichkeiten gleichermaßen. Bei einer Frage nach Eigenständigkeit betrachtest du beispielsweise, wie viel Gestaltungsspielraum jeder Weg tatsächlich bietet.

Anfang und Entwicklung. Zwei und fünf untersuchen den jeweiligen Einstieg; drei und sechs den weiteren Umgang mit den Anforderungen. Begeisterung zu Beginn und Geduld im Verlauf können zusammengehören. Prüfe an den bekannten Bedingungen, welche Aufgabe eine solche Kombination konkret beschreibt.

Die beiden Ergebnisse. Vier und sieben stehen für mögliche Richtungen, wenn der jeweilige Weg unter den heutigen Bedingungen verfolgt wird. Vergleiche ihre Themen mit deinen Zielen und den Entwicklungskarten. So bleibt der gewünschte Zustand mit der Arbeit und den Zusagen verbunden, die zur Option gehören.

Wie liest du die beiden Wege gegeneinander?

Beginne beim gemeinsamen Thema und gehe danach jede Reihe für sich durch. Formuliere für beide denselben Zusammenhang aus Einstieg, Anforderungen und Ziel, bevor du Unterschiede gewichtest.

Den Maßstab anwenden. Übersetze das Thema der ersten Karte in eine konkrete Frage. Bei Verantwortung lautet sie etwa, welche Verpflichtungen du bewusst übernehmen möchtest. Prüfe diesen Punkt an beiden Alternativen, auch wenn eine davon bereits deine bevorzugte Wahl ist.

Einen ganzen Verlauf betrachten. Verbinde die drei Karten einer Reihe mit den tatsächlichen Anforderungen. Eine Karte der Begeisterung neben einer Karte sorgfältiger Arbeit beschreibt den Unterschied zwischen Interesse und dem Dranbleiben an einer Aufgabe. Benenne, wie dieser Unterschied im gewählten Vorhaben aussieht.

Gleiche Plätze vergleichen. Stelle zwei und fünf, drei und sechs sowie vier und sieben einander gegenüber. Wenn beide Ergebnisse Selbstständigkeit betonen, können die Entwicklungskarten dennoch verschiedene Formen von Vorbereitung verlangen. Bei ähnlichen Anforderungen lohnt wiederum ein genauer Blick darauf, welches Ziel jeder Weg für dich verkörpert.

Die Kartenfamilien gewichten. Münzen lenken auf Mittel, Aufwand und einen greifbaren Rahmen, während Stäbe Initiative und Entdeckungsfreude hervorheben. Kelche nehmen persönliche Verbundenheit auf, Schwerter Gedanken und Verständigung. Eine Karte der Großen Arkana, also eine der 22 Trumpfkarten, ergänzt ein umfassendes Thema, das du auf denselben Vergleich beziehst.

Umkehrungen einordnen. Prüfe eine umgekehrte Karte an ihrem Platz als Verzögerung, inneren Vorbehalt, Übermaß oder Schattenseite. Eine Entwicklungskarte kann damit beispielsweise den Aufwand einer noch fehlenden Vorbereitung betonen. Halte zum Abschluss für jeden Weg einen wesentlichen Anspruch fest und benenne eine Information, die du noch einholen möchtest.

Beispiel: Eine eigene Erzählung oder eine Theatergruppe?

Zwei kreative Vorhaben werden hier nach selbstbestimmter Arbeit, verbindlicher Zusammenarbeit und dem jeweils gewünschten Erlebnis verglichen.

Frage: „Möchte ich meine freie Zeit einer eigenen Erzählung oder der Mitarbeit in einer bestehenden Theatergruppe widmen?“

Rolle Karte
1. Entscheidungsthema Die Liebenden
2. Eigene Erzählung: Anfang Der Eremit
3. Eigene Erzählung: Entwicklung Acht der Münzen
4. Eigene Erzählung: Ergebnis Neun der Münzen
5. Theatergruppe: Anfang Bube der Stäbe
6. Theatergruppe: Entwicklung Drei der Münzen
7. Theatergruppe: Ergebnis Drei der Kelche

Die Liebenden als Maßstab. Die Karte verknüpft eine Wahl mit persönlichen Werten. Für die Frage steht im Mittelpunkt, welche Form kreativer Beteiligung du tatsächlich suchst: einen eigenen Ausdruck in selbstbestimmter Arbeit oder ein gemeinsam gestaltetes Erlebnis. Beide Möglichkeiten werden an diesem Wunsch gemessen.

Die Erzählung: Eremit und Acht der Münzen. Der Eremit betont die Konzentration auf eine eigene Frage und die dafür gewählte Zeit allein. Die Acht der Münzen ergänzt das wiederholte Arbeiten am Text. Vergleiche den Reiz einer selbst bestimmten Idee mit dem Überarbeiten und der regelmäßigen Aufmerksamkeit, die du dafür einplanen möchtest.

Neun der Münzen als erstes Ergebnis. Eigenständigkeit und Freude am selbst Erarbeiteten geben diesem Weg sein Zielthema. Betrachte, welche Art von fertigem Text für dich stimmig wäre. Die Bedeutung erhält ihren Bezug durch den Umfang, den du selbst setzen und bearbeiten möchtest.

Die Theatergruppe: Bube der Stäbe und Drei der Münzen. Der neugierige Anfang steht neben der Abstimmung verschiedener Beiträge. Erkundige dich, welche Aufgaben und vereinbarten Termine eine Mitarbeit tatsächlich umfasst. So lässt sich die Lust am Ausprobieren mit dem verbindlichen Rahmen der gemeinsamen Arbeit vergleichen.

Drei der Kelche als zweites Ergebnis. Geteilte Freude und Gemeinschaft stehen hier im Vordergrund. Frage dich, welchen Wert das gemeinsame Erarbeiten und Erleben für dich hat. Setze diesen Wunsch neben den Spielraum, den die eigene Erzählung bietet.

Der Vergleich. Beide Wege greifen kreatives Interesse auf, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte bei Eigenständigkeit und gemeinsamer Zeit. Schreibe für beide einen realistischen Wochenrahmen auf und ergänze beim Gruppenprojekt die noch zu klärenden Termine. Beziehe deine Abwägung anschließend auf die Wertefrage der Liebenden.

Die Larisa-App bietet den Vergleich unter „Legung: Klassisch / Entscheidung“ mit sieben Karten an. Im optionalen Fragefeld kannst du beide Möglichkeiten in bis zu 600 Zeichen benennen; die Deutung verbindet jede Reihe mit dem gemeinsamen Entscheidungsthema.

Larisas Ansatz

Ich verstehe Tarot als Orientierung, die eine Situation und ihre Möglichkeiten durch Symbole zugänglich macht. Mich interessiert, was einer Lage zugrunde liegt und welche Dynamik hinter dem Sichtbaren wirkt. Mit meiner Deutung möchte ich dir ermöglichen, übersehene Einzelheiten wahrzunehmen und deine Umstände aus einer weiteren Perspektive zu betrachten. Mein Anliegen ist, dich bei der bewussten Einschätzung deines eigenen Weges zu unterstützen, statt dir ein unveränderliches Schicksal zuzuschreiben.

Häufige Fragen

Entscheiden die Karten zwischen den beiden Möglichkeiten?

Die beiden Reihen geben dir Themen, anhand derer du die Möglichkeiten vergleichst. Gewichte diese anschließend nach deinen Werten und den Bedingungen, die du bereits kennst. Halte auch deine bisherige Neigung und eine noch offene Sachfrage fest; beides gehört zu deiner eigenen Entscheidung.

Was mache ich, wenn beide Ergebniskarten angenehm wirken?

Untersuche, welche unterschiedlichen Ziele ihre Bedeutungen ansprechen, etwa Eigenständigkeit und Gemeinschaft. Vergleiche danach die Entwicklungskarten mit dem Aufwand jeder Möglichkeit. Zwei anziehende Ziele können sehr verschiedene Anforderungen an deine Zeit und deine Beteiligung stellen.

Darf ich während der Deutung die beiden Optionen vertauschen?

Behalte die Zuordnung bei, die du vor dem Ziehen festgelegt hast. Nur so lässt sich nachvollziehen, welche Bedeutung du mit welchen Bedingungen verglichen hast. Wenn ein Thema in beiden Möglichkeiten wiederkehrt, notiere diese Gemeinsamkeit ausdrücklich.

Welche Legung passt zu drei verschiedenen Möglichkeiten?

Diese Entscheidungslegung ist auf genau zwei Optionen ausgelegt. Die Katina-Legung Drei Wege hat für drei Möglichkeiten jeweils eine eigene Spalte. Du kannst zunächst auch deine Auswahl eingrenzen und danach zwei klar beschriebene Alternativen vergleichen.

Wann lohnt sich eine neue Legung zu derselben Entscheidung?

Eine neue Information kann die Bedingungen einer Möglichkeit verändern. Formuliere dann zuerst, was hinzugekommen ist und welche Frage daraus entsteht. Die Notizen zur früheren Legung bleiben als Vergleich hilfreich, während eine bloße Wiederholung aus Unzufriedenheit den bisherigen Gedankengang verwischt.

Die Deutungen von Larisa Tarot dienen der persönlichen Bewusstwerdung, der Selbstreflexion und der Unterhaltung. Sie enthalten keine Gewissheit, keine Garantie für die Zukunft und kein Versprechen eines bestimmten Ergebnisses.